Arbeit am Exposé und Feedbacks im Forschungskolleg – Der Wochenrückblick 7.-13.12.2009

Die zweite Dezemberwoche stand ganz im Zeichen der Erarbeitung des Exposés für die Magisterarbeit, stand doch am Nachmittag des 10.12.  die Vorstellung meines Konzeptes im IBI-Forschungskolleg “Informationsmanagement und Elektronisches Publizieren” an.

Es war auch wirklich an der  Zeit meine Gedanken, die ich bis dato in Citavi gesammelt habe, in einen zusammenhängenden Text zu gießen.  So schön eine strukturierte Literaturverwaltung respektive Wissensorganisation auch ist, man darf nicht vergessen, sich von dieser zur Textproduktion zu lösen… Gewissermaßen ist diese Erkenntnis, bei der Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit ertappe ich mich hin und wieder, auch ein Motto für die Zukunft, wenn es mit dem Schreiben der Magisterarbeit richtig ernst wird. Bis Mitte Februar lasse ich mir mit den Vorbereitungen, insbesondere zur Methodenfestigung, noch Zeit. Dann soll das Unterfangen  mit dem Theorieteil, in dem es um die Beziehung zwischen der Institution Bibliothek und der persönlichen Literaturverwaltung des (potentiellen) Nutzers gehen soll, richtig beginnen. (Vgl. den Zeitplan)

Mit der Methode habe ich besonders in der letzten Woche gehadert. Es war nicht einfach, mich auf eine Perspektive festzulegen.  Letztendlich habe ich entschieden, die Nutzersicht in den Mittelpunkt der Untersuchung zu rücken. Im Sinne einer (bis dato fehlenden) Bestandsaufnahme, welche bibl. Dienstleistungen wirklich sicht- und nutzbar sind, scheint dies gegenüber einer Befragung von Bibliotheken, welche Dienste sie anbieten und planen, gewinnbringender zu sein. Unter anderem ist diese Methode unabhängig von einer Rücklaufquote und der Konsequenz, wie Fragebögen ausgefüllt werden und näher an der Transparenz von Dienstleistungsangeboten. Andererseits bin ich mir durchaus bewusst, dass es ein fundiertes Recherchesetting bedarf, um belastbare Ergebnisse zu erzielen, auf Insiderwissen kann man ja dann nicht zurückgreifen…

In diese Richtung ging im Kern auch das Feedback im Kolleg, die Notwendigkeit der Methodenschärfung. Es kam u.a. die Frage, ob der Nutzeransatz ohne großen Aufwand erste Ergebnisse bringt, ich also schon Testrecherchen vorgenommen habe. Dies konnte ich bejahen, denn mit einfachen Suchen auf Bibliothekswebsites bzw. durch Abfragen in OPACs, ob Suchergebnisse exportierbar sind, kommt man relativ schnell zu einem  Eindruck. (Am Wochenende habe ich außerdem spaßeshalber in einer wohlbekannten Suchmaschine, eine Einwortsuche mit “Literaturverwaltung” vorgenommen und mir die ersten hundert Treffer angeschaut. Erstaunlich viele Bibliotheken sind mit ihren Angeboten dabei). Insofern bin ich guter Dinge, dass die Nutzerorientierung der richtige Ansatz ist. Die bibliothekarische Perspektive wird natürlich auch ihren Raum finden. Es gibt viel zu tun….

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