Grimmsche Sonntagsarbeit und Gedankenaustausch – Der Wochenrückblick 30.11.-06.12.2009

Bevor ich mir die wohlverdiente Nikolausadventssonntagsehrholungsphase ;-) gönne, blicke ich  auf die vergangene, ereignisreiche Arbeitswoche zurück. Sie war geprägt von vielen Gesprächen über mein MA-Thema, aber auch von mal mehr mal weiniger produktiven Phasen des stillen Lesens, Recherchierens, Nachedenkens und Konzipierens, vor allem im neuen Grimm-Zentrum, aus welchem ich gerade gekommen bin…

Sonntagsatmosphäre bei den Grimms

Erstmals seitdem man das Grimm-Zentrum nutzen kann, habe ich mich an einem Sonntag dorthin begeben.  Ich war sogleich angetan, denn heute war nichts von der sonst üblichen, hektischen Atmosphäre zu spüren. Das war ja auch zu erwarten, ist es doch Sonntag. (Zum Glück wird die Bibliothek von der taufrischen, gerichtlichen Beschränkung der Sonntagsöffnungen im Einzelhandel nicht betroffen sein.) Bestimmt haben sich ferner, nicht wenige Menschen ausgiebig mit ihrem Nikolausstiefel beschäftigt, so dass keine Zeit zum Bibliotheksbesuch blieb. In der Nordwestecke des 2. Stocks, in unmittelbahrer Nähe zum bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Buchbestand, konnte ich also fast in aller Ruhe an meinem Konzept für die Magisterarbeit arbeiten.  Fast, weil die seltenen und normalerweise  leisen Geräusche, welche die wenigen anwesenden Menschen machten, hin und wieder meine Konzentration trübten. In der Stille, ist jedes kleine Räuspern nahe am Lärm. (Herzliche Grüße an dieser Stelle nochmal an den Leser ein paar Tische vor mir, der eine Zeit lang unaufhörlich mit seinem Stuhl wippte.) Auch wenn diese Sensibilität den sonntäglichen Bibliotheksgang etwas trübte, alles in allem ich habe ich diesen genossen und werde wohl öfter Sonntags da sein.

Zur Arbeit am MA-Konzept

Nicht zuletzt deswegen, weil ich gut an meinem MA-Exposé arbeiten konnte. Eine erste Entwurfsfassung hatte ich am Freitag in meiner Arbeitsgruppe  zur Diskussion gestellt. Von den Gruppenmitgliedern, welche ebenso allesamt ihre jeweiligen Abschlussarbeiten vorbereiten, bekam ich gute Rückmeldungen, verbunden mit einigen hilfreichen Hinweisen hinsichtlich Präzision der Fragestellung und der Gliederung. Mir hat das Treffen insofern auch geholfen, dass ich verbal mein Ansinnen erklären und problematisieren musste. Das war eine Art Generalprobe bevor ich mein Konzept am kommenden Donnerstag im Forschungskolleg vorstelle und mit meinen (potentiellen) Gutachtern sowie mit den anwesenden Kommilitonen bespreche. Insofern habe ich heute einige fruchtbare Ergebnisse erzielt, auch wenn bis Donnerstag (und darüber hinaus) noch einiges an der Konzeption zu feilen sein wird.  Ich bin vorsichtig und werde noch keine Details verraten. Meine jüngeren Übrlegungen schlagen sich jedoch in einer Modifikation  des Arbeitstitels und dessen Untertitelung nieder:

Bibliothekarische Dienstleistungen für Literaturverwaltung. Eine vergleichende Analyse des Angebots von wissenschaftlichen Bibliotheken unter besonderer Berücksichtigung der Nutzerperspektive

Ich spiele jetzt schon etwas mit  Titelvarianten, da man diesen nach Anmeldung der Magisterarbeit beim Prüfungsausschuss  nicht mehr verändern kann…

Fachlicher Austausch Berlin – Bochum

Die sich neigende Woche war auch deshalb so intensiv, weil ich mich am Freitag direkt nach der Arbeitsgruppe mit Veronika Josenhans getroffen habe. Sie hat sich vor ein paar Wochen bei mir gemeldet, und Interesse am MA-Thema gezeigt. Veronika ist an der Universtätsbibliothek der Ruhr-Uni Bochum (RUB), die Ansprechpartnerin für Literaturverwaltung, insbesondere mit Citavi und gab mir einen richtig guten Praxiseinblick. Ich konnte erfahren, dass die RUB-UB sich nicht von ungefähr auf Citavi spezialisiert hat. Sie pflegt einen engen kooperativen Kontakt mit Academic Software und den Citavi-Programmierern, auch auf Entwicklungsebene. Meine Frage im netbib-Weblog zur Kooperation zwischen Bibliotheken und Programmierern von Literaturverwaltungssystemen, hat also neuen Nährstoff…

Veronika, die parallel zum Citavi-Support auch noch an der Entwicklung der Hochschulbibliographie beteiligt ist, absolviert dazu außerdem am IBI den Master-Fernstudiengang. Ein beachtliches Pensum! Dieses Wochenende waren Konsultationsveranstaltungen hier in Berlin, so  war ein Treffen leicht zu verabreden. Auf jeden Fall kristallisiert sich ein für beide Seiten interessanter Austausch heraus. Darüber freue ich mich sehr.

Zum Schluss…

Überhaupt rührt es mich, dass mich höchst interessierte, liebe Menschen bei der Arbeit begleiten. Abschließend zu dieser kleinen Sonntagssentimentalität, möchte ich  insbesondere dir, Boris (Jacob) für das samstägliche, kleine Brainstormingfrühstück mit den fabulierenden Zukunftsgedanken danken.

In diesem Sinne:  Auf eine spannende neue Woche!

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