Sommerparty der Literaturverwaltungssysteme

Man könnte meinen, die Hersteller / Programmierer von Literaturverwaltungssoftware wollen mit Blick auf die gegenwärtige Fußball-WM etwas Urlaub haben, um mehr Spiele gucken zu können und / oder ebenso mit vollem Einsatz Weltmeister oder zumindest “RefManRelease-Champion” werden.

Hier und da wurde bereits vermeldet, dass innerhalb weniger Tage gleich drei neue Programmversionen von Citavi, EndNote und Lit-Link erschienen sind.

Swiss Academic Software macht es noch etwas spannend und bedient  die erwartungsfrohen Fans mit einer Preview von Citavi 3. EndNote X4 steht schon auf dem Platz und Lit-Link 4 wurde ebenso frisch eingewechselt…

Bisher konnte ich leider keines der frischen “Spieler” antesten.  Die Erarbeitung meines Taktikkonzepts aka Magisterarbeit lässt dies in der jetztigen heißen Phase der Mannschaftsanalyse (109 bibliothekarische (Top-)Clubs – sprich Websites) nicht zu. In letzter Zeit habe ich mich wahrlich in die Materie eingegraben und bin lange nicht zu einer Pressekonferenz an dieser Stelle gekommen. Ich hoffe dies zeitnah ändern zu können, zurück zu alter Form und Abschlusstärke zu finden, denn: Transparenz und Austausch mit den interessierten Stadionbesuchern und Spielexperten sind mir wichtig.

Anfang August soll mein persönliches Cupfinale sein, ehe es auf weitere Wettbewerbe zugeht. Wie heißt es doch so schön – nach dem Spiel ist vor dem Spiel…

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“Literaturverwaltung 2.0 als Bindeglied zwischen Forschung und Lehre?”

Unter dem obigen Titel wird Beat Döbeli Honegger (Pädagogische Hochschule Zentralschweiz PHZ, Schwyz, Schweiz) im Rahmen der 15. Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW) im September in Zürich einen Vortrag halten:

Literaturverwaltung ist ein traditionelles wissenschaftliches Werkzeug. Mit dem Aufkommen von Computern verlagerte sich die Literaturverwaltung vom Karteikasten auf die lokale Festplatte. Mit Web 2.0 steht nun ein weiterer Wechsel an: “Literaturverwaltungen 2.0″ ermöglichen die Verwaltung im Internet, (teil-)öffentlich und auf Wunsch gemeinsam. Kann öffentliche und gemeinsame Literaturverwaltung im Internet Forschung und Lehre verbinden? Der Artikel stellt mit “Beats Biblionetz” eine öffentliche Literaturverwaltung vor, die dies seit längerem versucht. Doch lassen sich diese Erfahrungen auf die nun aufkommenden Literaturverwaltungen 2.0 übertragen?

Bisher habe ich Beats Biblionetz zugegebenermaßen nicht gekannt. Dieses existiert jedoch  bereits seit 1996 und verbindet mehrere Konzepte der Literaturverwaltung und Wissensorganisation und einigem mehr. Anhand des aktuell konkreten Beitrags Literaturverwaltung 2.0 als Bindeglied zwischen Forschung und Lehre? kann man sich ein Bild von der Struktur und Informationsrelationen machen.

Es scheint ein wirklich spannendes Projekt einer einzelnen Person zu sein, welche ich mir auch erst mal in Ruhe anschauen muss. Auf dem ersten Blick ist das Beatnetz in seiner Struktur und Organisation der Inhalte  sehr beeindruckend und hat mit dem etwas altbackenen Layout und Design, auch einen ganz eigenen Reiz. Jedoch – weil ich derzeit besonders darauf achte: In Bezug auf Interoperabilität bzw. Datenexport und -import habe ich nichts entdecken können. Da das Beatnetz offensichtlich, sowohl technisch als auch konzeptionell, nicht auf eine offene  Weiterverarbeitung bzw. den Austausch von Daten / Informationen ausgerichtet ist, ist es anhand des konkreten Produktes nach meinem Kenntnisstand schwer, Forschung und Lehre zu verbinden.

Andere Webdienste, wie z.B. Mendeley, und wissenschaftliche Literaturverwaltungsprojekte, wie das hier schon mehrfach angesprochene TELSTAR-Entwicklung einer Verbindung zwischen RefWorks und Moodle,  gehen dort meiner Meinung nach in  eine bessere Richtung  – natürlich mit mehr Personal und mehr Geld im Hintergrund. Solche Beispiele wären Argumente für die zumindest bestehendeVerfügbarkeit von technischen Lösungen bzw. Funktionalitäten, die für die Verknüpfung von Forschung und Lehre durch gemeinsame Literaturarbeit. Letztendlich ist es natürlich an den Nutzern, ob dies auch wirklich geschieht…

In jedem Fall: Ich bin auf den Tagungsbeitrag gespannt. (Literaturverwaltung 2.0 ist jedoch nicht so neu, wie der Abstract es suggeriert…)

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